Gronau aktuell

Grenzenlose Vielfalt –Erzähl uns woher du kommst

13.02.2023

Radia und Tenaye, zwei Frauen haben es aus Eritera zu uns geschafft, sie verdienen unsere Solidarität, unsere Toleranz und Respekt… so begann die Begrüßung mit der Erich Schwartze die Gäste im vollbesetzen Cafe Grenzenlos zum Abend „Grenzenlose Vielfalt –Erzähl uns woher du kommst“ begrüßte.

Zum Einstieg in den Abend zeigte Erich Schwartze eine anschauliche Präsentation zur geographischen Lage, der Bevölkerung, der Hauptstadt Asmara, der Geschichte, der politischen Situation der Gegenwart und der Situation der Flüchtlinge aus Eritrea.

Fakten wie das Durchschnittsalter der 6,5 Millionen Eritreer mit 19 Jahren und Deutscher mit 47 Jahren oder die Lebenserwartung in Eritrea mit durchschnittlich 63 Jahren und in Deutschland mit 80 Jahren, aber auch die Geburtenrate mit 30 Kinder pro 1000 Einwohner zu Deutschland mit 8,5 Kinder pro 1000 und die erhöhte Kinder- und Müttersterblichkeit in Eritrea zu einer erheblich stärkeren Ärztedichte von 38 Ärzten auf 10.000 Bürger in Deutschland zu 0,5 auf 10.000 Bürger in Eritrea gaben einen Einblick in die Situation des Landes. Insbesondere der Einzug aller Mädchen und Jungen in den 18 monatigen Militärdienstes, im letzten Schuljahr, verursacht, dass viele junge Menschen aus dem Land flüchten, denn die Wehrpflicht kann auch Jahre andauern und in jahrzehntelangen Militärlager mit Arbeitsdienst enden. Auch Radia flüchtete bevor sie eingezogen wurde.

Nach dem Vortrag schlug Erich Schwartze eine Brücke zu den Flaggen von Äthopiens und Eritreas und stellte Tenaye Mulatu und Radia Ibrahim Beshir vor.

Tenaye ist 38 Jahre alt, geboren in Nazret, Äthopien, Mutter von drei Kindern und seit Dezember 2013 in Gronau. Als Kind einer sehr reichen Familie wuchs sie in ihren ersten Lebensjahren sehr behütet auf, bevor die Regierung der Familie alles nahm. Ihr Vater starb zwei Monate vor ihrer Geburt und ihre Mutter verlor sie mit 14 Jahren. Ihre Flucht nach Deutschland gelang über eine der gefährlichsten Fluchtwege, die es gibt.

Radia ist 34 Jahre alt geboren in Mandefera, Eritrea und wohnt seit Oktober 2013 in Deutschland. Ihre Lieblingsmenschen sind ihr Vater und ihr einziger Sohn, der nun endlich nach fünf Jahren mit 19 Jahren in Rahmen der Familienzusammenführung mittlerweile auch in Gronau lebt und das Driland Kolleg besucht.

Beide Frauen gaben den Gästen durch private Fotos aus der Heimat mit Familienmitgliedern, Freunden und Arbeitskollegen, sowie Erzählungen aus der Heimat einen Einblick in das Leben, dass sie in ihren Herkunftsländern Eritrea und Äthopien geführt haben, bevor sie nach Deutschland/Gronau geflüchtet sind.

Erich Schwartze leitete mit dem Satz „Äthopien und Eritrea bringen wir mit Hunger, Armut und Barbarei in Verbindung, doch von dort kommt auch eine der besten Küchen der Welt“ zum kulinarischen Teil des Abends über.

Gekocht haben Tenaye und Radia den ganzen Tag von 8.00 bis 17.00 Uhr um ein landestypisches Buffet mit Alicha und Injera und vielen weiteren Köstlichkeiten aus Ostafrika für die rund 50 Gäste anbieten zu können. Sie entführten die Gäste mit ihrem kulinarischen Angebot in ihre Heimat und sorgten dafür, dass es im weiteren Verlauf des Abends zu einem regen Austausch der Gäste kam.

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